Sagen und Mythen aus dem Harz

Der Teufel auf dem Falkenstein

Auf dem Falkenstein, der sich hoch über dem Selketal erhebt, verlustierten sich nach dem Aussterben des Falkensteiner Geschlechtes mit Vorliebe die Herren des Halberstädter Domkapitels, denen die Burg zugefallen war. Hier blieben sie ungestört, Wein lag genug im Keller, und Frauen brachten sie von Halberstadt mit. So wurde im großen Saale der Burg wacker gezecht und getanzt, bis die lebenslustigen Gäste spät nach Mitternacht ihre Kemenaten aufsuchten.

Entsetzlich aber war eines Morgens das Erwachen, als sie vom Wächter auf den Burghof hinunter gerufen wurden. Da lag der Domherr, der es am tollsten getrieben mit Wein, Weib und Gesang, seltsam verrenkt und mit gebrochenem Genick auf den Steinen. Wie war das möglich? Sie hatten ihm doch in der Nacht das Geleit bis vor sein Turmgemach gegeben. Die Schöne aus dem Halberstädter Frauenhaus wusste sich nicht daran zu erinnern, wann er sie in der Nacht verlassen hatte. Der Teufel musste ihm das Genick umgedreht haben!

Es wird wohl der Teufel Alkohol gewesen sein, der ihm den Sinn umnebelt hatte, so dass er statt aus der Tür zum Fenster hinausgegangen war. Seit jener Zeit kamen die Halberstädter nicht wieder zum Falkenstein. Sie gaben vor, der Weg sei ihnen zu weit; wobei nicht feststeht, ob sie den von Halberstadt zum Falkenstein oder den vom Turmfenster zum Hof meinten.

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