Sagen und Mythen aus dem Harz

Prinzessin Ilse und der Köhler

Eines Morgens, in aller Frühe, ging ein junger Köhler das Ilsetal hinauf, um zu seiner Arbeitsstätte zu gelangen. Da sah er plötzlich die Prinzessin Ilse am Wasser sitzen.
Freundlich und untertänig wollte er vorübergehen; jedoch sie stand auf und winkte ihm, mitzukommen.

Bald standen sie vor dem Ilsestein. Sie klopfte dreimal an den Felsen, der sich wie von Geisterhand öffnete und Einlass gewährte. Prinzessin Ilse nahm dem Köhler den Lederranzen von der Schulter und ging in ihre Burg. Nach einiger Zeit kam sie zurück, reichte ihm den nun gefüllten Ranzen und gebot ihm, diesen erst in seiner Kote zu öffnen.

Dankend verabschiedete er sich von der Prinzessin. Nach kurzer Zeit kam ihm der Ranzen so schwer vor, dass er seine Neugierde nicht mehr bezähmen konnte; er öffnete ihn auf der Ilsebrücke und fand darin nur gewöhnliche Eicheln und Tannenzapfen. Unwillig über den dummen Scherz der Prinzessin schüttete er den wertlosen Inhalt seines Ranzens von der Brücke in den angeschwollenen Fluss. Aber zu seiner Überraschung schwammen die Eicheln und Tannenzapfen nicht auf der Oberfläche des Wassers, sondern schlugen mit hohlem Klang auf den felsigen Grund auf. Da merkte er zu seinem Schrecken und Ärger, dass er Gold verschüttet hatte.

Hastig befühlte er seinen Ranzen, und als er fand, dass in den Ecken und Falten noch einiges hängen geblieben war, da wickelte er ihn sorgsam zusammen und öffnete ihn erst wieder unter dem Dach seiner Kote.

Und siehe! - Von dem verbliebenen Golde konnte er sich ein Häuschen kaufen.

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